Zwischen Mammon und Lust: Die zeitlosen Abgründe des menschlichen Strebens
Was trieb Jeffrey Epstein an, seinen Reichtum in ein System der Macht und des systematischen sexuellen Missbrauchs zu verwandeln? Der Blick in die aktuellen „Epstein-Files“ offenbart Abgründe, die Johann Wolfgang von Goethe bereits vor fast zwei Jahrhunderten in seinem „Faust“ erschütternd präzise kartografiert hat.
In meiner Dissertation untersuche ich das darunter liegende Doppelmotiv von Besitz und Genuss. Goethes Drama zeigt, wie die Gier nach „glänzendem Gold“ und die Gier nach „weiblichem Schoos“ eine unheilige Allianz eingehen. Es ist der Versuch Mephistos, den Menschen zu verführen, „tierischer als jedes Tier“ zu werden.
Der Fall Epstein demonstriert, mit welcher Wucht dieses Doppelmotiv aus Geldmacht und sexueller Gier unsere Gegenwart noch immer im Griff hat. Auf dieser Website lade ich Sie ein, die zeitlose Modernität des faustischen Menschheitsdramas im Spiegel unserer heutigen Gesellschaft neu zu entdecken.


